National Semiconductor Press Release



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National Semiconductor und ARM legen nächste Generation der offenen PowerWise-Interface-Spezifikation vor

Neue PWI-2.0-Spezifikation optimiert zweiadrige Power-Management-Schnittstellen für Multi-Domain-SoCs und unterstützt erweiterte Leistungsmerkmale

Fürstenfeldbruck, 24. Februar 2006  –  National Semiconductor und ARM stellen die zweite Generation der PowerWise™-Interface-(PWI) Spezifikation vor. Die optimierte und mit zahlreichen Leistungsmerkmalen ausgestattete Power-Management-Schnittstelle für Multi-Domain-System-on-Chip-Bausteine (SoCs) eignet sich besonders für den Einsatz in batteriebetriebenen Handheld-Elektroniksystemen. Aufbauend auf der bisherigen Spezifikation PWI 1.0 bietet PWI 2.0 zusätzlich Multi-Domain-Fähigkeit, um den künftigen Anforderungen hoch integrierter SoCs gerecht zu werden.

Um die Batterielebensdauer bei Handheld-Geräten zu verlängern, obwohl immer umfangreichere Funktionalitäten hinzukommen, verlangen die Hersteller nach ausgefeilten Power-Management-Techniken, mit denen sich die Verlustleistung jeder einzelnen Funktion im SoC dynamisch optimieren lässt. Damit Systemdesigner derart komplexe Designs effizienter implementieren können und gleichzeitig die Pin-Anzahl gering gehalten werden kann, haben National Semiconductor und ARM zusammen mit PWI-Anwendern wie Matsushita Electric Industrial, Philips Semiconductor, Samsung Electronics und STMicroelectronics die zweite Generation der PowerWise Interface-Spezifikation entwickelt.

„Mit PWI 2.0 wird ein wichtiger Schritt in Richtung Leistungsregelungs-Effizienz getan, ohne die Multimedia-intensive Applikationen mit eng gestecktem Energiebudget nicht auskommen“, sagte Timo Komulainen, Director of Mobile Solutions, Semiconductor Business bei Samsung Electronics. „Dieser Technologie-Standard wird energieeffiziente Features bieten und wichtige Charakteristika der mobil orientierten IT-Industrie unterstützen.“

Die PWI-Spezifikation ermöglicht die rasche Umsetzung fortschrittlicher Power-Management-Lösungen in batteriebetriebenen elektronischen Handheld-Geräten, indem sie einen offenen, von der gesamten Industrie akzeptierten Standard für die Schnittstelle zwischen digitalen SoCs und Power-Management-ICs (PMICs) definiert. Seit der Einführung der ersten PWI-Generation vor zwei Jahren hat sich die Komplexität der digitalen SoC-Architekturen allerdings entscheidend erhöht, da batteriebetriebene Geräte wie etwa Mobiltelefone, Handheld-Spielekonsolen und tragbare Media-Player immer mehr Funktionen enthalten.

„Der PWI 2.0-Standard erlaubt in Multi-Domain-Architekturen die unkomplizierte, auf zwei Adern beschränkte Implementierung anspruchsvoller Power-Management-Technologien wie zum Beispiel Adaptive Voltage Scaling und Back-Biasing“, sagte Ravindra Ambatipudi, Director of Advanced Power Products bei National Semiconductor. „Die PWI 2.0-Technologie ermöglicht es Geräteherstellern, neue rechenintensive Features wie zum Beispiel digitale Multimedia-Anwendungen mit verlängerter Batterielebensdauer zu realisieren, ohne dabei die Flexibilität bei der Auswahl des Lieferanten zu verlieren.“

„Die PWI 2.0-Spezifikation stützt sich auf einige solide Fundamente der praxiserprobten PWI-1.0-Technologie. Die daraus resultierenden Erfahrungen sind zusammen mit wertvollen Anregungen führender Zulieferer aus der Mobil- und Consumer-Industrie direkt in die Entwicklung der PWI-2.0-Technologie eingeflossen. Außerdem spiegelt sich darin wider, dass sich ARM und National Semiconductor durch ihre kontinuierliche Zusammenarbeit beim Low-Power-Design stets an vorderster Front befinden“, sagte Kevin McIntyre, Produktmanager für Power-Management-Lösungen bei ARM. „Die Komplexität des Power-Managements in batteriebetriebenen Systemen nimmt sehr stark zu. In diesem Kontext hat die Weiterentwicklung des PWI-Standards einen hohen Stellenwert, da sie dem Einsatz innovativer Power-Management-Technologien und  -Lösungen Auftrieb verleiht.“

Die PowerWise-Interface-Spezifikation
Die im Oktober 2003 eingeführte PowerWise-Interface-Spezifikation definiert einen zweiadrigen seriellen Bus, der SoCs mit PMICs verbindet. Die Schnittstelle ist gezielt auf die Kommunikation nach dem Master/Slave-Prinzip ausgelegt und für die Steuerung eines Spannungsregelungs-Systems optimiert, mit dem Systemdesigner die Versorgungs- und Back-Bias-Spannungen digitaler Prozessoren dynamisch variieren können.

Die PWI-Spezifikation legt hierzu die erforderliche Funktionalität im PWI-Slave, die Betriebszustände, die physikalische Schnittstelle, den Registersatz, den Befehlssatz und das Datenkommunikations-Protokoll für die Kommunikation zwischen PWI-Master(n) und PWI-Slave(s) fest. Der PWI-Befehlssatz deckt die Steuerung des PMIC-Betriebszustands, Schreib- und Lesezugriffe auf Register sowie Anweisungen zum Einstellen der Spannung ab. Des weiteren sind in der Spezifikation die Vorkehrungen für anwenderdefinierte Register im PWI-Slave geschaffen.

Die PWI-2.0-Spezifikation behält einerseits die geringe Verlustleistung, die kurzen Latenzzeiten und die Breitbandigkeit der PWI-1.0-Spezifikation bei, zeichnet sich aber andererseits durch erhöhte Flexibilität aus, indem sie einen erweiterten PMIC-Register-Adressbereich, einen umfangreicheren Befehlssatz und Vorkehrungen für einen Multi-Point-Bus mit zwei Mastern und bis zu 16 logischen PMIC-Slave-Verbindungen an einem oder mehreren PMIC-Bausteinen vorsieht.

Preis und Verfügbarkeit
Die PWI-2.0-Spezifikation ist umgehend frei verfügbar, ohne Einmalzahlung oder Lizenzgebühren. Bei Interesse am Einsatz der Spezifikation muss lediglich unter
www.pwistandard.org eine Vereinbarung herunter geladen und eingereicht werden.

Das PWI-2.0-konforme Intellectual Property (IP) für On-Chip-Power-Controller wird im zweiten Quartal 2006 bei National und ARM lizenzier- und lieferbar sein. Das IP ergänzt die ARM®-Intelligent-Energy-Manager™-Technologie, zu der ARM-Artisan®-Physical-IP, AMBA®3-AXI™-Interconnect, IEM-Software und die entsprechende Hardware gehören.

National Semiconductor wird im zweiten Halbjahr 2006 externe Power-Management-ICs gemäß PWI 2.0 einführen.

Zu National Semiconductor
National Semiconductor gehört zu den weltweit führenden Halbleiterherstellern und hat sich auf die Analogtechnologie fokussiert. Das Unternehmen stellt leistungsfähige Analogkomponenten und Analogsubsysteme her und bietet ein umfangreiches Portfolio an Power-Management-ICs, Audio- und Operationsverstärkern, Kommunikations-Interface-Produkten,, Datenwandlern und Display-Treibern. Zu den Zielmärkten des Unternehmens gehören die Mobilkommunikation (Endgeräte und Infrastruktur), Display-Anwendungen sowie der breite Markt für elektronische Anwendungen, z.B. Medizin-, Automobil- und Industrieelektronik, Test- und Prüfsysteme sowie Unterhaltungselektronik. National mit Hauptsitz in Santa Clara, Kalifornien/USA, erzielte im Geschäftsjahr 2005, das am 29. Mai 2005 endete, einen Umsatz von 1,91 Mrd. US-Dollar. Die europäische Zentrale des Unternehmens befindet sich in Fürstenfeldbruck nahe München. Weitere Unternehmens- und Produkt-Informationen sind unter
www.national.com erhältlich.

Zu ARM
Die Technologie von ARM bildet die Grundlage moderner, digitaler Produkte. Die Bandbreite reicht hier von Wireless-, Netzwerk- und Consumer Entertainment-Lösungen zu Imaging-, Automotive-, Sicherheits- und Speicher-Geräten. ARMs 16/32-Bit RISC Mikroprozessoren, Data Engines, Peripheriebausteine, Software und Tools ergeben, zusammen mit der großen Partner-Community, ein komplettes Lösungssystem. Elektronikunternehmen wird so ein schneller, verlässlicher Weg zum Marktauftritt geboten. Weitere Informationen erhalten Sie unter
http://www.arm.com

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